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So, 18. August, 17.30 Uhr

Charles Richard-Hamelin, Klavier
2. Preis Internationaler Chopin Wettbewerb 2015

George Enescu (1881-1955)
Suite Nr. 1 "Dans le style ancien" g-Moll op. 3
Prélude: Grave
Fugue: Allegro moderato
Adagio
Finale: Presto

Claude Debussy (1862-1918)
Images (oubliées)
Lent
Souvenir du Louvre
Quelques aspects de "Nous n'irons plus au bois parce qu'il fait un temps insupportable."

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Fantasie fis-moll op. 28 "Sonate Ecossaise"

*****
Frédéric Chopin (1810-1849)
Vier Balladen
Nr. 1 g-Moll op. 23
Nr. 2 F-Dur op. 38
Nr. 3 As-Dur op. 47
Nr. 4 f-Moll op. 52

Charles Richard-Hamelin (1989), Gewinner der Silbermedaille beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2015, zählt zu den vielversprechenden Pianisten seiner Generation. Er wurde 2014 mit dem zweiten Preis beim Montreal International Music Competition sowie dem dritten Preis und dem Sonderpreis beim Seoul International Music Competition in Südkorea ausgezeichnet.
Charles Richard-Hamelin konzentrierte als Solist mit den unterschiedlichsten Orchestern, u.a. mit I Musici de Montréal, dem Korean Symphony Orchestra Seoul, Montreal Symphony Orchestra, Orchestre Métropolitain de Montréal, Toronto Symphony Orchestra und mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra unter dem Dirigat von Giancarlo Guerrero, Jacek Kaspszyk, Jacques Lacombe, Kent Nagano, Grzegorz Nowak, Alexander Prior und Aziz Shokhakimov. Darüber hinaus war er bei vielen renommierten Musikfestivals zu Gast wie dem Chopin and his Europe Festival in Warschau, La Roque d'Anthéron in Frankreich, Lanaudière Festival in Kanada und dem Prager Frühling.
In der Saison 18/19 gibt Charles Richard-Hamelin sein Debüt beim Winnipeg Symphony Orchestra. Wiedereinladungen führen ihn zum Edmonton Symphony Orchestra, I Musici de Montréal, Kitchener-Waterloo Symphony, Montreal Symphony Orchestra und zum Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Ausserdem gibt er Rezitale in Genf, Lyon und in der Philharmonie de Paris.
Im Oktober nimmt er beide Chopinkonzerte mit dem Montreal Symphony Orchestra und Kent Nagano auf. Es folgt eine Chopin-Solo-CD im November und im Juni 2019 die Aufnahme des zweiten Albums vom Beethoven-Zyklus aller Vilinsonaten gemeinsam mit Andrew Wan, Konzertmeister beim Montreal Symphony Orchestra.
In Lanaudière/Québec geboren, studierte Charles Richard-Hamelin bei Boris Berman, Sara Laimon, André Laplante, Jean Saulnier und Paul Surdulescu. Nach seinem Bachelor in Performance an der McGill University erlangte er 2013 einen Masterabschluss an der Yale School of Music. Im Jahr 2016 absolvierte er darüber hinaus einen Meisterkurs am Conservatoire de Musique de Montréal.

Zum Programm
George Enescu komponierte 1897, als Sechzehnjähriger, die Suite Nr. 1 "Dans le style ancien" in g-Moll op. 3. Sie überrascht durch emotionale Intensität und trägt bereits seine ganz persönliche impressionistische Schreibweise, die ihm als Grundlage auch in späteren Werken diente. Die musikalische Sprache ist vor allem durch die rumänische Folklore seiner Heimat inspiriert, aber auch die französische Tradition mit Debussy und Fauré und die deutsche mit Brahms und Strauss haben feine Spuren hinterlassen.
Debussy komponierte die "Images oubliées" im Winter 1894 und widmete sie der damals siebzehnjährigen Tochter Yvonne seines Malerfreundes Henri Lerolle. 1896 wurde nur das zweite Stück unter dem Titel "Souvenir de Louvre" herausgegeben. Das handschriftliche Original gelangte schiesslich in den Besitz des grossen französischen Pianisten Alfred Cortot, der veranlasste, dass die drei Sätze 1977 als "Images oubliées" veröffentlicht wurden. Der Zusatz "oubliées" war notwendig geworden, da Debussy bereits 1905 und 1907 zwei Bände von Images für Klavier solo herausgegeben hatte und in den Jahren 1905-12 die Images für Orchester komponiert und ebenfalls publiziert hatte.
Die selten aufgeführte, ursprünglich als Schottische Sonate (Sonate Ecossaise) bezeichnete Fantasie in fis-Moll op. 28 von Felix Mendelssohn weist mit überraschenden Läufen und Akkordbrechungen einen Sonatengrundriss auf und fasziniert durch ihre klangliche Vielfalt und die Verarbeitung von volksliedhaften Themen.
Frédéric Chopin kennt man also "den" Klavierpoeten, der bereits zu Lebzeiten seine Zuhörer durch eine kaum zu übertreffende klangliche Beherrschung des Instrumentes, einen faszinierenden Melodienreichtum und mit einer unerschöpflichen Vielfalt an Figuren und Arabesken im Bann zu halten verstand. Seine 4 Balladen sind in ihrer rein musikalischen Musikdramatik einmalig und haben in Bezug auf Form und Ausdruckskraft bis heute keine auch nur annähernde Nachfolge gefunden.

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