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Sa, 24. August, 17.30 Uhr

Basler Madrigalisten

Raphael Immoos, künstlerische Leitung

Hans-Martin Linde (*1930)
"Schläft ein Lied in allen Dingen" aus Sechs Eichendorff-Gesänge

Felix Mendelssohn (1809-1847)
"Morgengebet" aus Sechs Lieder im Freien zu singen op. 48
"Der Glückliche" aus Sechs Lieder op. 88
"Jagdlied" aus Sechs Lieder im Freien zu singen op. 59
"Der wandernde Musikant" aus Sechs Lieder op. 88
"Abschied vom Walde" aus Sechs Lieder im Freien zu singen op. 59

Fanny Hensel-Mendelssohn (1805-1847)
Abendlicht
Lockung
Schöne Fremde

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Robert Schumann (1810-1856)
"Im Walde" aus Balladen und Romanzen op. 75/2
"Der traurige Jäger" aus Balladen und Romanzen op. 75/3

Moritz Hauptmann (1792-1868)

"Sängerfahrt" aus Sechs Chorlieder op. 32/1

Carl Reinecke (1824-1910)
Frühlingsgruss

Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)
"Der Kehraus" aus Sechs Gesänge op. 10
"In der Nacht" aus Sechs Gesänge op. 57

Richard Strauss ( 1864-1949)
Frühlingsnacht

Hugo Wolf (1860-1903)
"Einklang" (Nachtgruss) aus Sechs geistliche Lieder

Hans-Martin Linde
"Der Einsiedler" aus Sechs Eichendorff-Gesänge

Die Basler Madrigalisten gehören zu den ersten professionellen Vokalensembles der Schweiz und verfügen über ein Repertoire von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Das 1978 von Fritz Näf an der Schola Cantorum Basiliensis gegründete Ensemble wird seit 2013 von Raphael Immoos geleitet.
Die Basler Madrigalisten sind spezialisiert auf die Aufführung von Neuer Musik und machen verschiedenste Ur- und Schweizer Erstaufführungen erlebbar. Ihre Konzertprogramme stellen Bezüge zwischen alten und neuen Musikwerken und zu musikalischen Phänomen her. Dabei arbeiten sie auch mit Komponisten und Instrumentalensembles zusammen.
Konzerttourneen führten die Basler Madrigalisten in fast alle Länder Europas, die USA, den Libanon, nach Russland, Asien und Australien. Ein Höhepunkt war die Einladung als erstes Schweizer Ensemble zum 4. Weltsymposium der Chormusik und Welt-Chorfestival in Sydney 1996 und eine Tournee nach Brisbane, Hong Kong und Südkorea.
1982 erhielt es den Preis der deutschen Schallplattenkritik für die Reihe "Dokumenta" der Schola Cantorum Basiliensis, 1998 den Förderpreis für Musik der Europäischen Wirtschaft und 1991, 2002 und 2006 den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung für die Interpretation zeitgenössischer Musik.

Zum Programm
Wer kennt nicht die Ohrwürmer wie "O Täler weit, o Höhen" oder "In einem kühlen Grunde"? Sie gehören zu den Top Ten der Chormusik. Hinter vielen Volksliedern verbergen sich die wunderschönen, lyrischen Texte des Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, der 2019 seinen 231. Geburtstag feiern würde. Eichendorff (1788-1857) ist einer der wichtigsten und bekanntesten Vertreter der deutschen Romantik. Seine Gedichte sind voller Naturklänge, voll Schönheit der Landschaft, sie zeugen von tiefem Glauben und einer musikalischen Imaginationskraft. Der artifiziell gebrochene Volkston seiner Gedichte gilt neben seiner musikalisch durchdrungenen poetischen Sprache als Grund dafür, dass sie so zu Vertonungen reizen. Sie inspirierten namhafte Komponisten wie Felix Mendelssohn und seine Schwester Fanny, Robert Schumann, Richard Strauss und Hugo Wolf. Die musikalische Rezeption seiner Lyrik war im 19. Jahrhundert allerdings von Beginn an auf den "romantischen Volksdichter" fixiert. Sie beginnt mit den ersten Vertonungen, namentlich der Komponisten-Generation um Mendelssohn, und erstreckt sich über die Eichendorff-Renaissance um 1900, als die Vertonungen seiner Texte bereits zum repräsentativen Liederbuch-Material gehörten, bis - wie wir hören werden - in die heutige Zeit.
Eichendorff ist nach wie vor aktuell. Seine Texte berühren und faszinieren, da sie in symbolischer Weise unsere Welt deuten. "Eichendorff" ist kein Dichter der Heimat, sondern des Heimwehs, nicht des erfüllten Augenblicks, sonder der Sehnsucht, nicht des Ankommens, sonder der Abfahrt". (Rüdiger Safranski)

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