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Sa, 17. August, 17.30 Uhr

Guarneri Trio Prag

Ivan Klánský, Klavier
Cenek Pavlik, Violine
Marek Jerie, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
Klaviertrio G-Dur KV 564 (Wien 1788)
Allegro
Andante
Allegretto

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49
Molto allegro ed agitato
Andante con moto tranquillo
Scherzo. Leggiero e vivace
Finale. Allegro assai appassionato

*****
Felix Mendelssohn
Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66
Allegro energico con fuoco
Andante espressivo
Scherzo. Molto allegro quasi presto
Finale. Allegro appassionato

Das Guarneri Trio Prag steht am Beginn des vierten Jahrzehnts seiner Karriere in ursprünglicher Besetzung. Die unübertreffliche Mischung aus künstlerischer Reife und Ausdruckskraft, die das Ensemble durch die langjährige musikalische Zusammenarbeit erlangt hat, ist die erfolgsversprechende Voraussetzung für ein weiteres bedeutendes Zusammenwirken. Seit seiner Gründung im Jahre 1986 zählt das Ensemble zu den führenden Klaviertrios klassischer Prägung. Frühe spektakuläre Erfolge sicherten dem Trio höchste Aufmerksamkeit der internationalen Musikpresse, von der es als Spitzenensemble der Kammermusikszene für sein makelloses Zusammenspiel, seine ausserordentlichen tonlichen Qualitäten und seine hohe technische Virtuosität gefeiert wird. Das Ensemble tritt regelmässig an internationalen Musikfestspielen und in wichtigen Musikzentren auf. Ausgedehnte Konzertreisen führen es durch Europa, Kanada, Australien, nach Nord- und Südamerika, auf die Philippinen, Japan und China. Für Supraphon und das französische Label Praga Digitals hat das Guarneri Trio Prag u.a. das gesamte Klaviertriowerk von Beethoven, Mendelssohn, Schubert, Dvorák, Schostakowitsch, Mozart und Brahms eingespielt. Die Aufnahmen wurden mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Cenek Pavlik spielt die Violine "Zimbalist" von Garneri del Gesù aus der sagenumwobenen Geigensammlung von Luigi Tarisio, Marek Jerie ein Violoncello von Andrea Guarneri aus dem Jahre 1684.

Zum Programm
Wolfgang Amadeus Mozart vollendete 1788 sein letztes Klaviertrio KV 564, das auch diesmal für seinen Freund Puchberg bestimmt war. Das dreisätzige Werk zeichnet sich durch echte melodische Einfälle und eine kunstvolle Struktur aus. Klar geführte Melodielinien, in Verbindung mit einer heiteren Leichtigkeit, geben diesem Spätwerk einen ganz besonderen Charme.
Felix Mendelssohn war zu Lebzeiten nach heutigem Begriff ein internationaler Star und wurde vom gleichaltrigen Zeitgenossen Robert Schumann als "Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt", bewundert. Mit dem Trio d-Moll, das bald zu den populärsten Werken zählte, erntete er auch als Pianist bei der Uraufführung am 1. Februar 1840 in Leipzig einen grossen Erfolg. Mendelssohn verbindet dem Klaviertrio die klassische Form und den romantischen Ausdruck mit den Mitteln einer unendlichen Melodie. Meisterhaft ist die Art und Weise, wie das Violoncello das berühmte Hauptthema vom ersten Satz an die Violine weiterrreicht, und wie die Idylle eines Liedes ohne Worte im Andante hörbar wird. Das wie ein Spuk vorbeirauschende Scherzo ist atemberaubend und führt in das zuerst pathetisch-romantisch beginnende Finale, das sich in einen brillanten und fulminanten Schlusssatz steigert.
Felix Mendelssohns c-Moll Trio op. 66 ist ein an schöpferischen Gedanken reiches und höchst virtuoses Werk und steht dem bekannten op. 49 in nichts nach. Es ist von der Kompositionsweise das anspruchsvollere der beiden Trios und lässt in den hoch dramatischen Ecksätzen den Stilwandel erahnen, der in Mendelssohns letzten Lebensjahren zu beobachten ist. Mendelssohn meine in einem Brief an seine Schwester Fanny, dass der Klavierpart "ein bisschen eklig zu spielen sein".

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