Skip to main content
back to overview

Di, 20. August, 17.30 Uhr

Viviane Chassot, Akkordeon
Martin Maullaun, Zither

György Ligeti (1923-2006)
Musica ricercata VIII
Musica ricercata I

John Dowland (1563-1626)

Lachrimae Antiquae
The King of Denmarks Galiard
Preludium
Lachrimae Verae
M. Giles Hobies Galiard

Esaias Reusner der Jüngere (1636-1679)
Sonatina und Passagalia D-Dur (Zither solo)

François Couperin (1668-1733)
Muséte de Choisi - Muséte de Taverni

Franz Liszt (1811-1886)
Csárdás obstiné (Akkordeon solo)

********
Sándor Veress (1907-1992)
Sei Csárdás

György Ligeti

aus "Musica ricercata": Nr. VII-III

Gunild Keetman (1904-1990)
Larghetto - Jagdstück - Allegretto - Allegro

Astor Piazzolla (1921-1992)
Novitango

Anouar Brahem (*1957)
L'Arbre Qui Voit
Pique Nique a Nagpur

Astor Piazzolla
Libertango

Mit ihren Interpretationen auf dem Akkordeon hat Viviane Chassot neue Massstäbe gesetzt. Sie tritt als Solistin und Kammermusikerin weltweit in renommierten Konzerthäusern auf wie Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Guggenheim Museum New York, Wigmore Hall London, Konzerthaus Wien, Tonhalle Zürich. Sie arbeitete bereits mit Dirigenten wie Simon Rattle, David Zinman, Riccardo Chailly und Heinz Holliger und ist wiederholt Gast bei internationalen Festivals.
Als vielseitige Musikerin überschreitet sie stilistische Grenzen: mutig und innovativ verbindet sie Klassik, Jazz, neue Musik und Improvisation. In den vergangenen Jahren spielte Viviane Chassot zahlreiche Uraufführungen und war Gewinnerin des Kranichsteiner Musikpreises. 2015 wurde sie mit dem Swiss Ambassador's Award London ausgezeichnet.
Der Musiker und Biologe Martin Mallaun arbeitet erfolgreich in völlig konträren Bereichen: zum einen untersucht er als Botaniker die Auswirkungen des Klimawandels im Hochgebirge. Zum anderen beschäftigt er sich als Zitherspieler mit einem breiten Spektrum an Musikstilen - von zeitgenössischer Musik über Volksmusik bis hin zu europäischer Lautenmusik und Improvisation. Martin Mallaun arbeitet derzeit als freischaffender Musiker und konzertiert in zahlreichen Ländern - von Frankreich über Tschechien bis Japan - und ist Gast auf internationalen Festivals.
Vom Österreicher Martin Mallaun schreibt die Neue Musikzeitung: "Unter seinen Händen befreit sich die Zither aus ihrer Stubenmusik-Existenz und wird zum klanglich unerhört vielseitigen, ausdrucksstarken Konzertinstrument".

Zum Programm
In diesem Projekt treffen zwei Musiker aufeinander, die auf ihren Instrumenten neue Massstäbe setzten. Angetrieben von Neugierde und Leidenschaft, überschreiben Viviane Chassot und Martin Mallaun musikalische Grenzen und erkunden neues Terrain. Die beiden Künstler nehmen uns auf eine Zeitreise durch mehr als 450 Jahre Musikgeschichte. Beginnend in England mit John Dowland, führt die Reise über das barocke Deutschland bis nach Frankreich an den Hof des Sonnenkönigs, wo François Couperin als Hofmusiker den Stil der damaligen Zeit prägte. Der Zusammenklang von Diskantzither und Akkordeon gibt dieser Musik einen ganz besonderen Zauber.
Der Sprung ins 20. Jahrhundert wird gekonnt mit einem Csárdás obstiné von Franz Liszt abgefedert, gefolgt von einem Werk des ungarischen Landsmanns Sándor Veress, der als einer der bedeutendsten Vertreter der Komponistengeneration zwischen Béla Bartók und György Ligeti zählt. Zu Beginn der 1950er Jahre entwickelte Ligeti in der Klaviersammlung Musica ricercata die Grundlagen einer eigenen musikalischen Sprache, die durch ihre klare Struktur fasziniert.
Gunild Keetman hat sich vorallem als Musikpädagogin einen Namen gemacht. Gemeinsam mit Carl Orff entwickelte sie das "Orff-Schulwerk" als neue Methode für Musik und Bewegung. Den Tunesier Anouar Brahem befriedigte die rein traditionelle arabische Musik nicht, die vorwiegend zur Unterhaltung und auf Hochzeiten gespielt wurde und in der sein Instrument lediglich die Begleitfunktion für Sänger erfüllte, weshalb er eigene Kompositionen zu schreiben begann. Er interessiert sich auch für die indische und iranische Musik, vor allem aber für Jazz. Astor Piazzolla wird als Vater des Tango Nuevo bezeichnet. Die musikalische Sprache seiner traditionellen Kompositionen ist geprägt von Leidenschaft, Dramatik und Erotik.

close overlay

Interactive map