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Fr, 21. August, 19.30 Uhr

Freitag, 21. August 2020, 19.30 Uhr, Klavierrezital
Tamar Beraia, Klavier

Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn, Franz Liszt

Die georgisch-schweizerische Pianistin Tamar Beraia ist Preisträgerin verschiedenster internationaler Wettbewerbe und lebt seit vielen Jahren in Bern. „Empfindsamkeit, Noblesse, intime Momente, die einem den Atem raubten, Pracht in den epischen Passagen“ – so beschrieb schon vor einigen Jahren ein spanischer Kritiker den Stil der Pianistin. Ihr Klavierrezital eröffnet sie mit Joseph Haydns Klaviersonate Es-Dur op. 62 Hob. XVI:52, die er kurz vor seiner Rückkehr nach Wien in London vollendete. Der Titel der Originalausgabe lautet: A new grand Sonata for the Pianoforte composed expressly for Mrs. Bartolozzi by Haydn. Es handelt sich hier um die virtuose deutsch-englische und damals bekannteste Pianistin Therese Jansen, die später den Kupferstecher Bartolozzi heiratete. Ludwig van Beethovens Bagatellen op. 33 sind ganz im Geiste der Improvisation erschaffen und lassen in einigen Details sogar künftige musikalische Entwicklungen erahnen. Sie geben dem jeweiligen Interpreten Freiraum, seien es nun Klangpoeten oder brillante Virtuosen. Im zweiten Teil des Konzertes spielt die Pianistin Felix Mendelssohns Rondo Capriccioso op. 14, ein brillantes und an Melodien reiches Werk, das er 15-jährig komponierte. Das wie ein Spuk vorbeirauschende Werk hat bis heute einen festen Platz im Repertoire der Pianisten. Das Nocturne Nr. 3 in As-Dur von Franz Liszt, <Liebestraum> genanntist das bekannteste Stück aus dem Dreier-Zyklus, der 1850 entstand. Als Vorlage zu diesen Kompositionen dienten ihm Gedichte von Ludwig Uhland und Ferdinand Freiligrath. Diese Kunstlieder wurden in der Romantik auch als Charakterstücke bezeichnet. Obwohl das Klavierwerk von Franz Liszt mehr oder weniger Repertoire der Pianisten ist, finden sich in seinem Oeuvre trotzdem auch seltener aufgeführte Kompositionen, wie z.B. die Rhapsodie espagnole. Hier lässt der Komponist die Melodie von zwei populären spanischen Liedern: La Folia und La Jota Aroganese kunstvoll einfliessen. Das virtuose Werk darf als Erinnerung an seine Reise durch Spanien und Portugal verstanden werden.

 

 

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